Gewerblich und Privat

Schädlinge

In Deutschland gibt es ein vielfältiges Vorkommen von Schädlingen, manche davon sind heimisch, andere wiederum wurden eingeschleppt. Da viele Schädlingsarten Krankheiten übertragen können, sollte bei Befall schnell gehandelt werden.

Ihr Spezialist für Schädlingsbekämpfung ist für Sie immer da.

Kammerjäger/Schädlingsbekämpfer und häufigste Schädlinge in Deutschland

Viele Schädlinge fühlen sich in unseren Breitengraden wohl, daher gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Arten. Um einer Überpopulation entgegenzuwirken ist es wichtig den Schädling genau zu bestimmen. Nur so können gezielte Maßnahmen von Kammerjäger ergriffen werden, um das Schädlingsproblem zu lösen. Hier haben wir die Schädlinge aufgelistet, mit denen wir als Schädlingbekämpfer und Kammerjäger am häufigsten zu tun haben.Wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie uns an, wir helfen gerne weiter.

Hausmaus (Mus musculus)

Hausmaus (Mus musculus):

Hausmaus

Im Freiland lebende Hausmäuse erreichen eine Kopflänge von 7 bis 11 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 7 bis 10 Zentimetern und ein Gewicht ca.20 Gramm. Der Körper ist oberseits mausgrau bis braungrau, die Unterseite ist etwas heller. Der Schwanz ist mit deutlich sichtbaren Schuppenringen versehen und spärlich behaart. Ein Weibchen kann im Laufe eines Jahres über 100 Junge zur Welt bringen, welche bereits nach rund einem Monat Geschlechtsreif sind. 24 Stunden nach der Geburt könnte die Mutter wieder befruchtet werden. Dadurch sind Mäuse eine Tierart mit einer sehr hohen Vermehrungsrate. Tiere werden höchstens 3 Jahre alt. Mäuse können auch große Schäden anrichten. Sie knabbern z.B. Lebensmittel oder Getreidevorräte an und machen große Mengen davon durch Ihren hinterlassenen Kot und Urin ungenießbar. Ebenso können sie Kabel von Elektrogeräten anknabbern und dadurch Brände verursachen.

Feldmaus (Microtus arvalis):

Feldmaus

Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 90–120 mm, die Schwanzlänge 25–38 mm, die Länge des Hinterfußes 14,5–16 mm und die Ohrlänge 9–12 mm. Die Tiere wiegen meist 18–40 g. Das Fell ist oberseits gelblich grau, im Westen des Verbreitungsgebietes mehr braun, im Osten mehr grau. Die Unterseite ist weißlich und gelegentlich rostgelb überhaucht. Die Feldmaus frisst Gras, Kräuter, Sämereien und Getreide. Die Tiere leben in mäßig dichten bis sehr dichten Kolonien in komplexen Erdbauen. Die Eingänge der Baue sind über ein verzweigtes System oberirdischer und zum Teil viele Meter langer Laufgänge miteinander verbunden. In hohem Schnee werden diese Laufgänge nach oben mit Erde ausgekleidet. Die Kotplätze befinden sich in den Laufgängen. Feldmäuse sind tag- und nachtaktiv. Die Art zeigt zahlreiche Anpassungen an eine schnelle Vermehrung bei guten Bedingungen (hohes Nahrungsangebot und günstige Witterung), unter anderem sehr große Würfe mit bis zu 13 Jungen, eine schnelle Wurffolge, eine extrem frühe Geschlechtsreife, eine Fortsetzung der Reproduktion auch im Winter und die Bildung von Nestgemeinschaften durch mehrere Weibchen eines Wurfes, in denen die Weibchen auch fremden Nachwuchs säugen. Die Tiere können auch in Wohnungen und Häuser eindringen und dort die gleichen Schäden wie Hausmäuse anrichten.

Feldmaus (Microtus arvalis)
Erdmaus (Microtus agrestis)

Erdmaus (Microtus agrestis):

Erdmaus

Die Erdmaus ist im Mittel etwas größer als die sehr ähnliche Feldmaus und das Fell ist etwas dunkler, lockerer und langhaariger. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 95–133 mm, die Schwanzlänge 26–47 mm und die Ohrlänge 11–14 mm. Die Tiere wiegen 20–47 g. Das Fell ist oberseits dunkelbraun, gelegentlich rotbraun. Die Unterseite ist weißlich und gelegentlich gelblich überhaucht. Erdmäuse sind tag- und nachtaktiv. Das Gangsystem wird oberirdisch versteckt unter Gras und Moos oder flach unterhalb der Bodenoberfläche angelegt. Die Kotplätze befinden sich in den Laufgängen. Die wohl ausschließlich pflanzliche Nahrung besteht vor allem aus Gras und Kräutern, im Winter werden auch Baumrinde und Wurzeln gefressen. Die Art zeigt ähnlich wie die Feldmaus zahlreiche Anpassungen an eine schnelle Vermehrung bei guten Bedingungen (hohes Nahrungsangebot und günstige Witterung), unter anderem eine schnelle Wurffolge, eine extrem frühe Geschlechtsreife und die Bildung von Nestgemeinschaften durch mehrere Weibchen, in denen die Weibchen auch fremden Nachwuchs säugen. Die Würfe sind jedoch mit maximal 8 Jungen etwas kleiner als bei der Feldmaus. Die Tiere können auch in Wohnungen und Häuser eindringen und dort die gleichen Schäden wie Hausmäuse anrichten.

Hausratte (Rattus rattus):

Hausratte

Die Hausratte bevorzugt warme und trockene Orte wie z.B Speicher oder Hausböden. Sie ist ein guter Kletterer und ihren Schwanz als Stütz- und Balancierwerkzeug. Die Schwanzlänge ist immer größer als die Körperlänge. Sie hat eine spitze Schnauze mit sehr großen Ohren und Augen. Hausratten sind intelligente Tiere, können allerdings auch große Schäden anrichten. Sie knabbern z.B. Lebensmittel oder Getreidevorräte an und machen große Mengen davon, durch ihren hinterlassenen Kot und Urin, ungenießbar. Ihr Nagetrieb macht auch vor Kabelisolierungen nicht halt, was im schlimmsten Fall zu einem Brand oder technischen Defekt führen kann. Sie übertragen Krankheiten die für Menschen gefährlich sein können. In der freien Wildbahn leben Ratten meistens in Gruppen zusammen welche bis zu 200 Tiere umfassen können. Innerhalb der Gruppe herrschen klare Verhältnisse was die Rangordnung betrifft, denn diese wird auch wie bei manch anderen Tieren durch die Austragung von Kämpfen bestimmt. Ratten werden schon im Alter von sechs Wochen geschlechtsreif. Die Tragzeit eines Rattenweibchens beträgt nur drei Wochen und nach der Geburt kann die frischgebackene Rattenmama bereits wieder befruchtet werden. Unter günstigen Umweltbedingungen könnten also aus zwei Ratten rein theoretisch innerhalb eines Jahres bis zu 800 werden.

Hausratte (Rattus rattus)
Wanderratte (Rattus norvegicus)

Wanderratte (Rattus norvegicus):

Wanderratte

Wanderratten sind große, kräftig gebaute mit eckigem Schädel, stumpfer Schnauze und einem dicken Schwanz, dessen Länge im Normalfall geringer ist als der Körper. Die Körperlänge beträgt 18 — 28,5 cm, die Schwanzlänge 13–22 cm. Die Ohren sind rund und recht klein. Geschlechtsreife Tiere wiegen etwa 125 — 370 g. Männchen sind größer und schwerer als Weibchen. Das Fell ist je nach Alter oberseits schmutzig graubraun, rötlich braungrau bis dunkel braunschwarz, die Unterseite ist grauweiß. Die Fortpflanzung findet in Europa ganzjährig statt, in Berlin wurden Maxima im März sowie im September und Oktober festgestellt, in England im Mai und im Oktober. Die Tragzeit beträgt 22–24 Tage. Die Würfe umfassten bei gezüchteten Wanderratten 1–15, meist 4–8. Die Geschlechtsreife wird im Alter von drei bis vier Monaten erreicht. Die maximale Lebensdauer liegt bei etwa 3 Jahren. Sie können ebenfalls wie Mäuse große Schäden anrichten. Sie knabbern z.B. Lebensmittel oder Getreidevorräte an und machen große Mengen davon durch Ihren hinterlassenen Kot und Urin ungenießbar. Ebenso können sie Kabel von Elektrogeräten anknabbern und dadurch Brände verursachen. Wanderratten sind in Europa vor allem als Reservoir und Ausscheider von Leptospiren, den Erregern der Leptospirose bekannt. Die Wanderratte ist Wirt des Rattenflohs und weiterer Floharten und kann somit als Reservoir von Yersinia pestis, den Erreger der Pest, fungieren.

 
 

Deutsche Schabe (Blattella germanica):

Deutsche Schabe

Ausgewachsene Schaben sind 13 bis 16 mm lang,  gelblichbraun gefärbt und haben zwei schwarze Streifen auf dem Halsschild. Die Weibchen von Deutschen Schaben produziert 6 bis 9 mm lange, hell- bis mittelbraun gefärbte Eibehälter, die sie bis kurz vor dem Schlupf der Jungtiereherumtragen. Die Entwicklung der jungen Tiere bis zum ausgewachsenen Tier dauert ca. 2 Monate. Sie besitzen keine Flügel.  Die Deutsche Schabe ist generell nachtaktiv und verbringt ca. 75 % des Tages in ihren Verstecken. Tagsüber umherlaufende Tiere deuten meist auf einen sehr starken Befall und auf eine hohe Besatzdichte in den Verstecken hin. Sie sind Allesfresser und benötigen Wasser. Sie sind ganzjährig und sind in Wohnungen, Gaststätten, Krankenhäusern, Lebensmittelbetrieben, Zoos etc. Nicht im Freiland zu finden. Fraßschäden gering. Schwerpunkt liegt auf Verschleppung von Krankheitserregern wie Staphylokokken, E.Coli, Typhus, Diphterie, Tuberkulose, Cholera und Schimmelpilzen.

Deutsche Schabe (Blattella germanica)
Orientalische Schabe (Blatta orientalis)

Orientalische Schabe (Blatta orientalis):

Orientalische Schabe

Die Orientalische Schabe wird auch als Küchen Schabe bezeichnet. Sie ist dunkelbraun bis schwarz und wird 20–28 mm groß. Die Schabe hat einen ziemlich platten Körper. Flügel fehlen bei den Larven und den Weibchen.  Männchen haben zwar Flügel, die zweidrittel des Körpers bedecken, können damit aber nicht mehr fliegen. Die Weibchen legen die Eipakete schon nach 2–5 Tagen wahllos ab. Daraus schlüpfen nach 2–3 Monaten die Jungtiere. Diese sind Allesfresser und bevorzugen kältere Bereiche. Sie sind ganzjährig in Wohnungen, Kellern, Gaststätten, Krankenhäusern, Lebensmittelbetrieben, Zoos etc.  zu finden. Fraßschäden sind gering. Schwerpunkt liegt auf Verschleppung von Krankheitserregern wie Staphylokokken, E.Coli, Typhus, Diphterie, Tuberkulose, Cholera und Schimmelpilzen.

Amerikanische Schabe (Periplaneta americana):

Amerikanische Schabe

Die Schaben werden von 28 bis 44 mm lang und haben eine leuchtend rotbraune Körperfarbe. Der Halsschild ist sehr groß, die Beine kräftig, die Flügel der Männchen sind länger als der Körper. Sie brauchen Wasser und lieben Wärme. Im Gegensatz zur Deutschen Schabe und Orientalischen Schabe kommen die Amerikanischen Schaben seltener in Privathäusern vor. Häufiger werden Badelandschaften unter Glas, Hafenanlagen, botanische oder zoologische Gärten, Lebensmittelbetriebe oder Zoofachgeschäfte befallen.  Aufgrund ihrer Lebensweise kann Krankheitskeime verbreiten. Hin zu kommt die Verbreitung von Schimmelpilzsporen.

Amerikanische Schabe (Periplaneta americana)
Australische Schabe (Periplaneta australasiae)

Australische Schabe (Periplaneta australasiae):

Australische Schabe

Die Australischen Schaben erreichen eine Körperlänge von 23 bis 30 mm und ist schwarzbraun gefärbt. Am Rand der Vorderflügel befindet sich eine schulterartige gelbliche Längsbinde an der Basis des Vorderrandes. Schaben werden aufgrund ihrer weiten Verbreitung und ihres häufigen Vorkommens allgemein als die wichtigsten Gesundheitsschädlinge angesehen. Aufgrund ihrer Lebensweise können sie human- und veterinärmedizinisch bedeutsame Krankheitskeime verbreiten. Dokumentiert wurden unter anderem die Übertragung von Tuberkulose, Ruhr, Typhus, Cholera, Kinderlähmung und Hepatitis B. Hinzu kommt die Verbreitung von Schimmelpilzsporen. Schaben gelten allerdings nicht nur als Gesundheits- und Hygieneschädlinge, sondern auch als Materialschädlinge. Insbesondere technische Anlagen sind hier betroffen, da Schaben gerne in elektronische Geräte eindringen und auf diese Weise Fehlfunktionen auslösen können.

Braunbandschabe (Supella longipalpa)

Braubandschabe

Die Weibchen werden nur maximal 12 mm lang. Während Männchen bleiben sogar noch kleiner. Obwohl die Flügel bei Männchen recht gut entwickelt sind, kann sie nicht fliegen. Die Tiere sind allgemein dunkelbraun gefärbt, lediglich das Halsschild ist braun und weist zwei helle, charakteristische Querstreifen auf. Bevorzugt werden warme Räume  wie Großküchen, Bäckereien, Kantinen, Krankenhäuser, Schwimmbäder oder Gewächshäuser und da befindliche Elektrogeräte. Bei einer Temperatur von 30°C dauert die gesamte Entwicklung knapp 2 Monate. Die Art kann nicht im Freien überwintern. Das ausgewachsene Insekt besitzt eine durchschnittliche Lebenserwartung von 6 Monate. In geheizten Räumen können sich pro Jahr bis zu drei Generationen entwickeln. Die Weibchen legen im Lauf ihres Lebens ca. 80 bis 200 Eier. In Deutschland werden Schaben aufgrund ihrer weiten Verbreitung und ihres häufigen Vorkommens allgemein als die wichtigsten Gesundheitsschädlinge angesehen.

Braunbandschabe (Supella longipalpa)
Deutsche Wespe (Vespula germanica) und Gemeine Wespe (Vespula vulgaris)

Deutsche Wespe (Vespula germanica) und Gemeine Wespe (Vespula vulgaris):

Deutsche Wespe

Lästig sind vor allem die auffällig gelb- schwarz gefärbte, 13 bis 20 mm Deutsche Wespe (Vespula germanica) und sehr ähnliche  Gemeine Wespe (Vespula vulgaris). Sie leben in einjährigen Staaten. In der Regel liegen die Wespennester  in der Erde, werden aber auch sehr oft in Rolladenkästen, Dachböden oder ähnlichen Orten aus einer papierartigen Masse gebaut. In erster Linie Insektenvertilger  und daher als nützlich zu betrachten. Da auf ihrem Speisezettel auch Zucker steht, kommt es oft zu Begegnungen mit Menschen. Normalerweise setzen die Wespen ihren Stachel nur in Not, Bedrängnis und zu Verteidigung ein.  Ab Mitte April können begattete Weibchen, die Königinnen, bei der Nest- und Nahrungssuche beobachtet werden. Als Nahrungsquelle dient in dieser Zeit beispielsweise der Nektar von Weidenblüten. Nach etwa zwei bis drei Wochen Nahrungsaufnahme und Nistplatzsuche baut die Gemeine und Deutsche Wespe ihr Nest aus zerkauten, eingespeichelten Holzfasern an dunklen, geschützten Orten. Die Wespen können bei häufigen Auftreten durch Fraß an Obst, Kuchen, Fleisch u.a. sehr lästig werden. Ihre Stiche sind sehr schmerzhaft und stellen bei Menschen mit Allergien eine große Gefahr dar.

Bettwanze (Cimex lectularius):

Bettwanze

Die Bettwanze hat einen abgeplatteten Körperbau, kann bis 8mm lang werden und rotbraun gefärbt. Die leben tagsüber verborgen z.B. hinter losen Tapeten, Bildern, Fußbodenleisten, in Ritzen von Betten und Möbeln. Sie sind am meisten nachts unterwegs um von Menschen, Tieren, Fledermäusen und Vögeln Blut zu saugen. Sie sind allerdings in der Lage bis zu einem halben Jahr zu hungern. Erwachsene Tiere sind unempfindlich gegen Kälte. Beim starken Befall entsteht der charakteristische süßliche Wanzengeruch in befallenen Räumen. Jedes Weibchen legt durch eine Geschlechtsöffnung, die allein für die Eiablage benutzt wird, etwa ein bis zwölf Eier täglich und während seiner Lebenszeit etwa 200. Aus den Eiern schlüpfen innerhalb von 14 Tagen die Larven, die sich in etwa sechs Wochen über fünf Stadien zum adulten Insekt entwickeln. Die Larve der Bettwanze ist dem erwachsenen Tier in der Form, aber nicht in der Farbe ähnlich. Die Larven müssen in jedem der fünf Entwicklungsstadien mindestens einmal Blut saugen. Das Wärmebedürfnis ist vergleichsweise hoch, unter 13 bis 15 °C findet keine Entwicklung mehr statt. Der Stich von Bettwanzen kann starken Juckreiz und Quaddelbildung, so wie bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen.

Bettwanze (Cimex lectularius)
Dörrobstmotte (Plodia interpunctella)

Dörrobstmotte (Plodia interpunctella):

Dörrobstmotte

Diese Motte hat sich zu der am häufigsten vorkommenden Motte in Industrie und Wohnungen entwickelt. Die Motte hat eine Flügelspannweite ca. 20mm. Der körpernahe Teil der Vorderflügel ist gelbgrau und die Flügelspitzen rotbraun bis kupferrot. Die Gesamtentwicklung dauert bei 30 °C ca. 30 Tage, bei 20 °C bis zu ca. 74 Tage. Die erwachsene Motte lebt ca. 10 bis 14 Tage und nimmt dabei keine Nahrung mehr auf.  Ein Weibchen legt 200–400 Eier. Die Laven werden bis 16mm groß und variieren in der Farbe je nach Nahrung von weißlich nach grünlich oder rötlich. Die Dörrobstmotte befällt sämtliche Nahrungsmittel, daher auch die Bezeichnung „Lebensmittelmotte“. Man kann sie z.B. an Trockenobst, Nüssen, Schokolade, Getreide, Gewürzen u.a. finden. An Getreide fressen die Larven die Keimanlage der Körner heraus, an Lebensmitteln findet man Lochfraß. Die Nahrungsmittel werden durch Spinntätigkeit und Kotkrümel stark verunreinigt.

Mehlmotte (Ephestia kuehniella):

Mehlmotte

Die Mehlmotte hat eine Flügelspannweite von 20 bis 25 Millimetern. Sie sind bleigrau gefärbt und tragen meist zwei helle, von dunklen Schuppenbändern gesäumte, gezackte Querlinien und einige kleinere schwarze Flecken sowie eine Reihe aus kleinen, dunklen Flecken am Vorderrand. Die Färbung ist aber sehr variabel. Die deutlich breiteren Hinterflügel sind abstechend heller gefärbt, auf der Oberseite weiß mit einer grauen Randlinie. Die Larven sind in allen Stadien weißlich gefärbt mit dunklerem Kopf. Die Mehlmotte ist Hauptschädling der Müllerei und Großbäckereien. Sie hat in allgemeinen den gleichen Lebensraum wie Dörrobstmotte. Auch der Nahrungswahl ist sie ähnlich flexibel. Außer Mehl werden Schrot, Grieß, Nudeln, Kleie Haferflocken, Reis, trockene Backwaren u.a. befallen. Die Nahrungsmittel werden durch Spinntätigkeit und Kotkrümel stark verunreinigt. 

Mehlmotte (Ephestia kuehniella)
Speichermotte Effective Concept
Speichermotte (Ephestia elutella)

Speichermotte (Ephestia elutella):

Speichermotte

Der Falter hat eine Flügelspannweite von 16–20mm. Seine grauen bis graubraunen Vorderflügel zeigen wellenförmige Querbinden.  Seiten und Hinterrand der Hinterflügel weisen einen Fransensaum auf. Im Laufe ihres Lebens produzieren die Weibchen von Ephestia elutella so bis zu 300 Eier. Die Falter der Speichermotte weist eine Lebensdauer von acht bis 13 Tagen auf. Unter optimalen Bedingungen (25°C, 70 % relative Luftfeuchtigkeit) dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Falter 42 bis 80 Tage. Neben der Lebensweise erinnert auch die Nahrung der Speichermotte sehr an die Dörrobstmotte, so sich die verursachten Schäden gleichen. 

Kleidermotte (Tineola bisselliella):

Kleidermotte

Die Kleidermotte tritt überwiegend in trockenen und warmen Wohnungen auf. Die Flügelspannweite der Motte beträgt 14–16 mm und die glänzend gelben Flügel tragen am Rand Fransen. Das Weibchen legt 100 bis 250 weiße Eier. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa zwei Wochen gelb-weiße Raupen. Die bis zu 9 mm großen, gelblich weißen Larven spinnen charakteristische, bis 15mm lange Köcher, die an den befallenen Textilien angeheftet sind und aus deren Schutz die Larven ihre Nahrung aufnehmen.  Die Entwicklung bis zum Schmetterling dauert je nach Umweltbedingungen 60 Tage bis mehrere Monate. Die Larven der Kleidermotte benötigen das in Tierhaaren (Wolle, Pelze, Felle) enthaltene Protein Keratin. Rein pflanzliche und synthetische Gewebe werden von den Raupen gefressen, jedoch nicht verdaut; insbesondere gemischte Kleidung mit Wollanteil ist daher gefährdet. Papier und Holz werden von der Kleidermotte nicht befallen. Sie verursachen unregelmäßig ausgefranste Löcher und Kahlstellen. Besonders gefährdet sind Wolltextilien, de ungewaschen und ungereinigt längere Zeit aufbewahrt werden.

Kleidermotte (Tineola bisselliella)
Braune Wegameise (Lasius brunneus)

Braune Wegameise (Lasius brunneus):

Braune Wegameise

Die Braune Wegameise tritt relativ häufig als ernstzunehmender Materialschädling in Gebäuden auf und gehört wie auch die sehr häufige Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger). Der Kopf dieser Ameisenart ist hell bronzebraun. Der mittlere Körperabschnitt ist gelblichbraun und der Hinterleib dunkelbraun bis schwarzbraun. Die Arbeiterinnen der Braunen Wegameise erreichen eine Körpergröße von 3 bis 4 Millimeter. Die Braune Wegameise legt ihre Nester durch das Aushöhlen von morschem Holz. Die Braune Wegameise kommt regelmäßig in Häusern vor, wo sie verbautes Holz vor allem dann befällt, wenn dieses infolge von Feuchtigkeit und Pilzbefall bereits vorgeschädigt ist. Häufig findet man Lasius brunneus auch in Zwischendecken oder Rolladenkästen, wo sie ihre Nester in Dämmstoffen wie Styropor anlegt. Die Arbeiterinnen der Braunen Wegameise tendieren dazu in Spalten zu laufen und vermeiden es freie Oberflächen zu überqueren. Aus diesem Grund wird ein Befall im Haus häufig erst dann wahrgenommen, wenn zum Teil große Mengen von geflügelten Männchen und Weibchen das Nest verlassen. Die Braune Wegameise gilt als Materialschädling.

 

Schwarze Wegameise (Lasius niger):

Schwarze Wegameise

Die Arbeiterinnen sind 3 bis 5 Millimeter lang. Die Farbe variiert zwischen dunkelbraun und schwarz. Nester werden in Gärten, unter Steinen, im Rasen, unter Hausterrassen, in Mauerspalten u.a. anlegen. Sie leben gern in Symbiose mit Blatt-Schild- und Wurzelläusen zusammen. Sie saugen deren zuckerhaltige Ausscheidungen, den sogenannten Honigtau, auf. Die Geschlechtstiere schwärmen zwischen Juni und September. Sie ernähren sich vor allem von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln. Schwarze Wegameise gilt als Lästlinge.

Schwarze Wegameise (Lasius niger)
Pharaoameise (Monomorium pharaonis)

Pharaoameise (Monomorium pharaonis):

Pharaoameise

Die Arbeiterinnen sind 1,5–2,5 mm lang, bernsteingelb und haben eine dunkle Hinterleibspitze. Völker der Pharaoameise haben normalerweise mehrere Königinnen. Wird eine Kolonie zu groß, werden Tochterkolonien angelegt, die am Anfang noch mit der Mutterkolonie in Verbindung stehen, sich aber später auch verselbständigen können.  Die Art liebt es sehr warm und kommt nur in gut geheizten Gebäuden vor, so vor allem in Krankenhäusern, Bäckereien, Großküchen, Hallenbäder u.a. Neben süßlicher Nahrung fressen Pharaoameise in erster Linie eiweißhaltige Lebensmitteln wie Fleisch, Käse oder Blut. Pharaoameise gilt als Hygieneschädling, Lästling und als Überträger von Krankheiten. Es kommt sehr oft vor, dass Pharaoameisen unter Wundverbände kriechen, um an Blut und Eiter ran zu kommen. 

 

Silberfischchen (Lepisma saccharina):

Silberfischchen

Ein Silberfischchen ist ein flinkes, lichtscheues und flügelloses Insekt, das bis ca. 12 mm lang werden kann. Sie sind an Feuchtigkeit gebunden, was ihr Auftreten vor allem in Badezimmern, Küchen, Kellern, Waschküchen usw. erklärt. Auf die Vorliebe für Kohlenhydrate wie Zucker oder Stärke gehen der wissenschaftliche Name und die Bezeichnung Zuckergast zurück. Charakteristisch sind die langen Fühler und die ca. 3 mm langen Schwanzfäden. Sie sind an sich harmlos. Sie bereiten nur bei Massenauftreten Probleme und können dann an Lebensmitteln, Tapeten, Bucheinbänden, Bildern, Lederwaren oder Textilien durch Lochfraß Schäden verursachen.

Silberfischchen (Lepisma saccharina)
Katzenfloh (Ctenocephalides felis)

Katzenfloh (Ctenocephalides felis):

Flöhe

Es gibt Hunde‑, Menschen- und Katzenflöhe, die durch Haustiere und Vögel (Vogelnester an Häuser) ins menschliche Umfeld kommen. Katzenflöhe sind am meisten zutreffende Flohe in Deutschland. Sie haben einen seitlich abgeflachten flügellosen Körper mit drei Beinpaaren. Hinterbeine sind   zu Sprungbeinen ausgebildet. Sie sind braun bis rot-braun gefärbt. Weibchen sind 2 bis 3 mm, Männchen etwa 1 mm lang. Die Flöhe sind nicht an das Blut einer einzigen Wirtsart angewiesen, sondern haben einen Hauptwirt und mehrere Nebenwirte. Sie verursachen schmerzhafte Stiche bei Menschen und Haustieren, die ein Juckreiz auslösen. Sie können die Krankheiten oder verschiedene Würmer z.B Bandwürmer übertragen.

 

Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius):

Gemeiner Speckkäfer

Gemeine Speckkäfer werden 7 bis 9,5 Millimeter lang und haben einen länglich, ovalen komplett beschuppten Körper. Kopf, Halsschild und die hintere Hälfte der Deckflügel sind schwarz, mit unregelmäßigen kleinen, hellen Flecken gefärbt, die vordere Hälfte der Deckflügel ist schmutzig weiß bis beige gefärbt. In diesen hellen Bereich sitzen mittig auf jeder Flügelhälfte drei dunkle bis rötliche Punkte. Die Puppen findet man u.a. in Holz, Mörtel Mauersteinen. Die Käfer und Larven ernähren sich von verschiedensten organischen Stoffen, wie z. B. Wolle, Textilien, Vorräten, tierischen Überresten usw. Sie machen sich innerhalb der Wohnung in erster Linie durch die entstehenden Schäden bemerkbar, da sie selbst eher im Verborgenen leben. Die Larven sind in erster Linie für die Schäden verantwortlich.

Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius)
Mehlkäfer (Tenebrio molitor)

Mehlkäfer (Tenebrio molitor):

Mehlkäfer

Die Käfer werden 10 bis 18 Millimeter lang und haben einen etwas langgestreckten Körper. Ihr Kopf ist flach. Sie sind kurz nach dem Schlupf hell gefärbt, nach kurzer Zeit sind sie bereits rotbraun verfärbt, um nach und nach dunkler zu werden und schließlich eine schwarze Färbung am ganzen Körper zu erlangen. Auf den leicht gewölbten Deckflügeln verlaufen Längsrillen. Die Unterseite des Körpers, die Beine und die Fühler sind rotbraun gefärbt. Die Weibchen legen innerhalb ihres drei- bis viermonatigen Lebens 100 bis 150 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen meist an geschützten Stellen ab. Die daraus schlüpfenden Larven sogenannte „Mehlwürmer“ sind anfangs etwa zwei Millimeter lang und weißlich gefärbt. Larven und Käfer sind schädlich durch Fraß und Verschmutzung der befallenen Güter.

 

Brotkäfer (Stegobium paniceum):

Brotkäfer

Der rostrot bis braun gefärbte Brotkäfer wird 2 bis 4 mm lang. Seine Flügeldeckel sind fein behaart und mit Punktstreifen versehen. Der Kopf ist vom Halsschild verdeckt. Der Käfer kann doch gut fliegen, nimmt aber keine Nahrung auf. Die weißlichen Larven leben im Nährsubstrat. Er gehört zu den häufigsten Schädlingen in Haushalt, Apotheke und Drogerien. Die Schäden verursachen Larven durch den Fraß und Verunreinigung der Lebensmittel. In der Regel sind an befallenen Waren Ausfluglöcher und Fraßhöhlen, die nicht größer als der Käfer sind, zu sehen. Die Larven sind wenig wählerisch und man findet sie in Backwaren, Teigwaren, Getreide, Kakao, Gewürzen und ähnlichen Lebensmitteln. 

Brotkäfer (Stegobium paniceum)
Tabakkäfer (Lasioderma serricorne)

Tabakkäfer (Lasioderma serricorne):

Tabakkäfer

Käfer sind 2 bis 2,7mm lang und haben einen rötlichbraunen, abgerundeten, oval geformten Körper. Die Deckflügel sind mit feinen Härchen besetzt. Die Art ist dem Brotkäfer sehr ähnlich, kann von diesem aber leicht unterschieden werden. Die Fühler des Tabakkäfers sind gezähnt. Während der Käfer keine Nahrung aufnimmt, werden die gelblich weißlichen, bis 4mm langen, dicht behaarten Larven durch Fraß an pflanzlichem Lagergut schädlich. Sie entwickeln und vermehren sich auch auf Tabak und Tabakerzeugnissen, da sie mithilfe von Symbionten im Darm Nikotin abbauen und somit entgiften können.

 

Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis):

Getreideplattkäfer

Lebhafter, bis 3mm langer, schmaler, abgeplatteter Käfer. Er hat graubraune bis rotbraune Farbe. Der Halsschild trägt an den Seiten je sechs Zähnchen. Die Deckflügel sind breiter als der Halsschild. Mit Hilfe einer langen Legeröhre platziert das Weibchen täglich bis zu zehn Eier einzeln direkt im Brutsubstrat (zum Beispiel Haferflocken). Insgesamt können so bis zu 500 Eier abgelegt werden.  Die befallene Ware werden von Kotpartikeln, leeren Larven- und Puppenhüllen sowie von Mehlstaub verunreinigt.

Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis)
Rotbraune Reismehlkäfer (Tribolium castaneum)

Rotbraune Reismehlkäfer (Tribolium castaneum):

Rotbrauner Reismehlkäfer

Die Käfer sind hellrot bis braun gefärbt und erreichen eine Körperlänge von 3 bis 4mm. Der Körper ist länglich schmal, Kopf und Halsschild sind etwas dunkler als die Flügeldecken. Das Weibchen legt ihre Eier lose an das Substrat. Die Larven werden  6 bis 8mm lang und sind weißlich bis gelbbraun. Die Tiere sind wenig widerstandsfähig gegen die Kälte. Der Käfer hat breites Nahrungsspektrum an pflanzlichen Produkten wie Mehl, Mehlprodukte, Teigwaren, Nüssen, Trockenobst u.a. Sowohl Larven als auch Käfer werden durch ihre Fraßtätigkeit schädlich. Befallenes Gut nimmt sehr unangenehmen Geruch an.

Kornkäfer (Sitophilus granarius):

Kornkäfer

Der Käfer ist von 3 bis 5 mm lang, je nach Alter rotbrauner bis schwarzbrauner Rüsselkäfer. Er ist flugunfähig, lebt in erster Linie in Getreidelagern und ernährt sich dort von Getreide aller Art. Der Halsschild ist groß und weist zahlreiche punktförmige Vertiefungen auf. Die Deckflügel sind ebenso lang oder etwas länger als das Halsschild und überdecken den Hinterleib vollständig. Sie weisen ein Muster aus Längsreihen von Punkten und Leisten auf, die miteinander abwechseln. Zur Eiablage frisst das Weibchen ein Loch in ein Korn, legt das Ei hinein und verschließt die Öffnung anschließend mit einem Sekretpfropfen. Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zu Puppe findet äußerlich nicht sichtbar im Getreidekorn statt. Es wird dabei vollständig ausgefressen.

Kornkäfer (Sitophilus granarius)
Reiskäfer oder Reis-Kornkäfer (Sitophilus oryzae)

Reiskäfer oder Reis-Kornkäfer (Sitophilus oryzae):

Reiskäfer

Der Reiskäfer ist dem Kornkäfer sehr ähnlich. Er ist ca. 3mm lang und im Unterschied zum Kornkäfer flugfähig. Auf den Flugdecken der braunschwarzen Käfer sind undeutlich gezeichnete rötliche Flecken zu erkennen. Die Art ist etwas wärmeliebender als der Kornkäfer. Entwicklung und Lebensweise entsprechen aber diesem. Die Weibchen legen einzeln 100 bis 200 Eier an Getreidekörnern ab. Nach der Ablage entwickelt sich das Ei im Korn zu einer Larve. Diese verpuppt sich, und nach insgesamt 20 bis 100 Tagen, je nach Umgebungstemperatur, befreit sich der fertige Käfer aus dem ausgehöhlten Korn. Ein ausgewachsener Käfer kann monatelang ohne Nahrungsaufnahme überleben.

Maiskäfer (Sitophilus zeamais):

Maiskäfer

Auch der ca. 3mm lange Maiskäfer ist auch dem Kornkäfer sehr ähnlich und unterscheidet sich äußerlich lediglich durch vier gelbe bis rötlichgelbe Flecken auf den Hinterflügeln und seine Flugfähigkeit. Entwicklung und Lebensweise entsprechen der des Kornkäfers.

Maiskäfer (Sitophilus zeamais)
Messingkäfer (Niptus hololeucus)

Messingkäfer (Niptus hololeucus):

Messingkäfer

Der 4 bis 5 mm große, flugunfähige Käfer ist kugelig hoch gewölbt und hat ein spinnenähnliches Aussehen. Seine dichte goldgelbe Behaarung auf dem braunen Körper geben ihm eine messingglänzende Erscheinung. Er kommt vor allem in Altbauten mit dunklen feuchten Gebäudeteilen. Käfer und Larven sind Allesfresser. Er ist sehr beweglich, nachtaktiv, lichtscheu und wandert bei Dunkelheit umher. Der Käfer frisst  die unterschiedlichsten organischen Stoffe: Textilien, Federn, Pelze, Knochen, Kot, tote Insekten, Leder, Papier, sogar Spinnweben. Daher gehört zu Materialschädlingen. Durch die Geräusche, die er nachts verursacht, kann er auch als Lästling betrachtet werden. 

Kugelkäfer (Gibbium psylloides):

Kugelkäfer

Kugelkäfer erinnert auf den ersten Blick eher an eine kleine Spinne als an einen Käfer. Die Tiere erreichen nur eine Körperlänge von 2 bis 3 mm. Kopf, Halsschild und Flügeldecken sind unbehaart. Der Käfer ist glatt und glänzend braun rot gefärbt. Er kann nicht fliegen, da seine Flügeldecken miteinander verwachsen sind. Sehr häufig kommt es in Fachwerkhäusern zu Massenvermehrungen, wo Larven und erwachsene Käfer in den Strohfüllungen von Zwischendecken und Wänden leben. Oft bemerkt man die Tiere erst dann, wenn z. B. Leitungen neu verlegt werden oder sonstige Umbaumaßnahmen in den befallenen Gebäuden durchgeführt werden. Diese Käferart wird sowohl als Hygiene- wie auch als Materialschädling angesehen.

Kugelkäfer (Gibbium psylloides)
Hausbock (Hylotrupes bajulus)

Hausbock (Hylotrupes bajulus):

Hausbock

Der Hausbock ist ein schwarzer bis braunschwarzer Käfer mit weiß behaarten Fleckenquerbinden auf den Flügeldecken. Der Halsschild ist weiß behaart mit zwei glänzenden Höckern. Charakteristisch für diesen Käfer sind die sehr langen, kräftigen, fadenförmigen Fühler. Die Weibchen werden bis 25mm lang, die Männchen bis 15mm. Die Larven bohren und fressen ovale Fraßgänge in Nadelhölzer. Das ovale Ausflugloch der Käfer ist etwa 5mm x 3mm groß. Je nach Ernährungsbedingungen kann die Entwicklung zwischen 2 und 14 Jahren dauern. Der ist der wichtigste Holzschädling an Holz. Er kommt vor allem in Holz von Dachstühlen, seltener in Möbeln vor. Im Freien trieft man ihn häufig in Leitungsmasten, Zaunpfählen u.a. an.

Gewöhnliche Nagekäfer (Anobium punctatum):

Gewöhnlicher Nagekäfer

Der braune Käfer wird bis zu 4mm lang. Die bis 7mm großen Larven bohren sich in Nadel- und Laubholz ein und fressen in den Bohrgängen. Die flugfähige Käfer bohren sich nach dem Schlupf nach außen und hinterlassen runde Ausfluglöcher von 1 bis 2mm. Durch diese Löcher wird Bohrmehl herausgestoßen, woran der Befall gut zu erkenne ist. Die Entwicklungsdauer beträgt 2 bis 5 Jahre und ist abhängig von der Feuchte des Holzes. Der Käfer ist ein äußerst schädlicher Zerstörer aller einheimischen Nadel- und Laubholzarten und kommt vor allem an Möbeln, Holzschnitzereien, Holzverkleidungen, Fußboden usw. vor. Der Schaden entsteht durch die Fraßgänge der Larven im Inneren des Holzes und die Ausfluglöcher der erwachsenen Tiere. 

Gewöhnliche Nagekäfer (Anobium punctatum)
Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea)

Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea):

Eichenprozessionsspinner

Neben den Fraßschäden liegt die eigentliche Schadwirkung des Eichenprozessionsspinners in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen Raupenhaare auf den Menschen. Die Haare der Raupen führen beim Menschen zu Allergien. Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen. 

Anfang Mai schlüpfen die für den Menschen gefährlichen Raupen. Sie durchlaufen bis zur Verpuppung fünf bis sechs Entwicklungsstadien. Auf der breiten dunklen Rückenlinie liegen samtartig behaarte Felder mit rotbraunen, langbehaarten Warzen. Die Raupen fressen die austreibenden Blätter der Eichen, wobei oft die Mittelrippe zurückbleibt.

Die Verpuppung des Eichenprozessionsspinners erfolgt Ende Juni/Anfang Juli in dicht aneinandergedrängten Kokons im Gespinstnest. Die Puppenruhe dauert drei bis fünf Wochen. Die Nester können mehrere Jahre als feste Gebilde aus Spinnfäden, Raupenkot, Häutungsresten und Puppenhülsen erhalten bleiben. Die Gefahr von Allergien beim Menschen bleibt dabei weiter bestehen.

Stadttaube (Columba livia):

Taube

Tauben werden im Volksmund gerne auch “Ratten der Lüfte” genannt, weil sie in besonderem Maße Krankheiten übertragen. Das stimmt so zwar nicht — Tauben sind in dieser Hinsicht nicht gefährlicher als andere Vögel. Dennoch ist der Kot mit Bakterien, Pilzen und Viren belastet. Er sollte keinesfalls mit bloßen Händen berührt werden. Gefährlich wird es auch, wenn getrockneter Kot als Staub eingeatmet wird. Als wirksam  haben sich verschiedene Mittel gegen Tauben erwiesen. Wir finden Lösung für jedes Objekt und Situation. 

Stadttaube (Columba livia)
Waschbär
Waschbär (Procyon lotor)

Waschbär (Procyon lotor):

Waschbär

Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt ca. 40-70 cm. Der Kleinbär hat langhaariges Fell, das überwiegend gelbgrau mit schwarz gemischt gefärbt ist. Der Schwanz ist etwa fuchsgroß, schwarz geringelt und bis zu 30 cm lang. Das Tier ist dämmerungs- und nachtaktiv, ein sehr guter Kletterer und Schwimmer, hält sich häufig in Kleingruppen und meidet offene Gelände. In der Regel hält Winterruhe. Der Waschbär ist Allesfresser, daher ist er sehr oft an Müll- und Tierhaltungsbereichen zu sehen. Er kann enorme Schäden am und im Gebäude, besonders im Dachstuhl und direkt auf dem Dach verursachen. Wenn man ihn nicht zu Gesicht bekommt, wird er leider sehr oft mit anderen Tieren verwechselt. Um das Tier zu identifizieren ist es besser, dass man sich bei der Problematik an einen staatlich anerkannten und geprüften Schädlingsbekämpfer wendet. In der Regel wird erst die Vergrämungsmaßnahme und anschließend das Verschließen der Eindringungsmöglichkeiten durchgeführt. Bei Maßnahmen muss auf die Schonzeit geachtet werden.

Marder (Steinmarder) (Martes foina):

Marder

Das Tier ist etwa katzengroß und hat kakaofarbenes Fell. Er ist Einzelgänger (Ausnahme: Paarungszeit) und nachtaktiv. Der Marder verursacht nächtlichen Lärm auf Dachböden, arttypischen Geruch, Material- und Verbissschäden an Wärmedämmungen und verschobene Dachziegel. Marder sind Allesfresser –  von Kleintieren bis Wild- und Gartenfrüchten. Grundsätzlich sind keine Maßnahmen während Säugezeit der Jungen, meistens März – Juni erlaubt. Bei Mardern werden Vergrämungsmaßnahmen und Verhinderung vom Zulauf z.B. Schlupflöcher am/auf Dach, Fallrohre und nahe stehende Bäume bevorzugt.

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Marder (Steinmarder) (Martes foina)
Siebenschläfer
Siebenschläfer (Glis glis)

Siebenschläfer (Glis glis):

Siebenschläfer

Neben den Fraßschäden liegt die eigentliche Schadwirkung des Eichenprozessionsspinners in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen Raupenhaare auf den Menschen. Die Haare der Raupen führen beim Menschen zu Allergien. Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen. 

Anfang Mai schlüpfen die für den Menschen gefährlichen Raupen. Sie durchlaufen bis zur Verpuppung fünf bis sechs Entwicklungsstadien. Auf der breiten dunklen Rückenlinie liegen samtartig behaarte Felder mit rotbraunen, langbehaarten Warzen. Die Raupen fressen die austreibenden Blätter der Eichen, wobei oft die Mittelrippe zurückbleibt.

Die Verpuppung des Eichenprozessionsspinners erfolgt Ende Juni/Anfang Juli in dicht aneinandergedrängten Kokons im Gespinstnest. Die Puppenruhe dauert drei bis fünf Wochen. Die Nester können mehrere Jahre als feste Gebilde aus Spinnfäden, Raupenkot, Häutungsresten und Puppenhülsen erhalten bleiben. Die Gefahr von Allergien beim Menschen bleibt dabei weiter bestehen.

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